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Salbei für Küche und Hausapotheke

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Küche und Hausapotheke: Salbei-Arten mit Mehrwert

Salvia officinalis – Echter Salbei, Apotheker-Salbei
Salvia officinalis (Echter Salbei) – Triebspitze

Ein paar Blättchen Salbei – frischer Salbei ist gemeint – können die meisten von uns immer griffbereit haben, selbst als Topf- und/oder Balkongärtner. Frisch geerntete Salbeiblätter haben ein deutlich anderes Aroma als getrocknete. Das probieren Sie am besten selbst aus, damit gegen Husten, Halsschmerzen und Entzündungen (speziell im Mund) immer das Richtige griffbereit ist – und natürlich in der Küche. Die Top-Helfer – Salvia lavandulifolia (Spanischer Salbei, Lavendel-Salbei) und Salvia officinalis (Echter oder Apotheker-Salbei) – unter den Salbei-Arten zu kultivieren, ist jedenfalls keine Kunst, egal ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon. Die Kultur von Salvia sclarea (Muskateller-Salbei) gelingt ebenso leicht, allerdings ist Salvia sclarea nicht für die Topfkultur geeignet.

Buch-Tipp für Heilkräuter-Interessierte: Die große Enzyklopädie der Heilpflanzen, Kaiser-Verlag, ISBN 3-7043-9002-X – zumindest gebraucht sollte das Buch noch erhältlich sein.


Salvia lavandulifolia – Spanischer Salbei, Lavendel-Salbei, Lavendelblättriger Salbei

Salvia lavandulifolia – Spanischer Salbei, Lavendelblättriger Salbei Man sieht es auf den ersten Blick, dass Salvia lavandulifolia eng mit der allseits bekannten Salvia officinalis, dem Echten oder Apotheker-Salbei, verwandt ist, und muss dazu nicht einmal Botaniker sein. Es verwundert deshalb auch nicht, dass manche Wissenschaftler im Spanischen Salbei gar keine eigenständige Art sehen, sondern ihn als Form, Varietät oder Unterart zum Apotheker-Salbei stellen. Selbst die Inhaltsstoffe sind gleich oder zumindest annähernd, weshalb Salvia lavandulifolia natürlich ebenso in der Küche oder der Hausapotheke verwendet werden kann.

Salvia lavandulifolia vor Salvia officinalis 'Albiflora' im März
Salvia lavandulifolia vor Salvia officinalis 'Albiflora' im März

Der deutsche Name Spanischer Salbei lässt auf seine Herkunft schließen und weckt in uns ein ungutes Gefühl: Ist Salvia lavandulifolia bei uns überhaupt winterhart? Ist er, nach meiner Erfahrung sogar noch einen Tick winterhärter als Salvia officinalis. Sorgen brauchen wir uns deshalb jedenfalls nicht zu machen.

Noch eine Gemeinsamkeit verbindet Salvia lavandulifolia und Salvia officinalis, die uns für die Kultur bei uns zu Hause interessiert: Beides sind immergrüne (rund ums Jahr grün) Halbsträucher (haben verholzende Teile).

Spanischer Salbei – Pflege und Standort

Salvia lavandulifolia ist also ein kompaktes, kleines Sträuchlein, das gern in durchlässigem Boden steht (besonders ohne Winterstau­nässe) und sich an vollsonnigen warmen und trockenen Plätzen wohlfühlt. Ein Muss ist die volle Sonne jedoch nicht, leichte Beschattung – solange sie nicht den ganzen Tag anhält – wird ebenso vertragen wie absonnige Standorte (hell, aber ohne direkte Sonnen­einstrahlung). Hier sollte man nach dem Verwendungs­zweck entscheiden: Pflanzen, die in der Küche oder der Haus­apotheke genutzt werden sollen, stehen besser (voll-)sonnig, da sind die wertvollen Inhaltsstoffe konzentrierter.

Mich beeindruckt an Salvia lavandulifolia vor allem die Blütenfarbe, die man fast als helles Blau bezeichnen könnte. Gut, ein Schuss Violett ist schon dabei, doch viel weniger als bei anderen Blütenfarben, die als Blauviolett oder Violettblau bezeichnet werden (auch Salvia officinalis). Die Blütenstände ragen zudem deutlich aus dem Laub, sind also gut zu sehen und kommen selbst aus der Entfernung noch gut zur Geltung, was bei Salvia officinalis nicht immer der Fall ist.

Salvia lavandulifolia – Spanischer Salbei, Lavendelblättriger Salbei In Form gehalten wird der Spanische Salbei am besten mit einem Sommerschnitt gleich nach der Blüte. Da kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen, und wer das Sträuchlein gern in kugeliger Form hätte, der schneidet halt kugelig. Beblätterte Triebe, die dabei abgeschnitten werden, legen Sie bei Bedarf in einen Karton zum Trocknen oder bündeln sie und hängen sie an den Stielen zum Trocknen auf. So oder so sollte der Trockenplatz kühl und dunkel sein, keinesfalls sonnen­beschienen. Die getrockneten Pflanzenteile bewahren Sie in einer Blechdose auf (manche empfehlen auch Papiertüten oder Stoffsäckchen, aber da geht halt Aroma verloren), unbedingt geschlossen, um Verunreinigungen zu vermeiden.

Salvia lavandulifolia – Spanischer Salbei, Lavendelblättriger Salbei Erst wenn das Kraut gebraucht wird, zupfen Sie die benötigte Menge an Blättchen ab und zerreiben sie mit den Fingern oder zwischen den Handflächen. Der getrocknete Salbei hilft als Tee zum Beispiel gegen Magenverstimmung und Husten (innerliche Anwendung) sowie als Extrakt zum Spülen bei Mund- und Zahnfleischentzündungen und Gurgeln bei Heiserkeit und Halsschmerzen. Zur Verwendung in der Küche sollten Sie frische Blätter verwenden – sie stehen ja das ganze Jahr über (außer bei Frost) zur Verfügung.

Der Verwendung von Salvia lavandulifolia statt Salvia officinalis in der Küche und als Hausmittel ist insofern der Vorzug zu geben, als der Spanische Salbei (S. lavandulifolia) im Gegensatz zum Echten Salbei (S. officinalis) nur sehr geringe Mengen an Thujon (in höheren Dosen giftig) im ätherischen Öl enthält.

Im Topf auf dem Balkon oder der Terrasse kann der Lavendelblättrige Salbei ebenfalls problemlos kultiviert werden. Winterschutz ist nicht erforderlich, allerdings sollten die Pflanztöpfe bei frostfreiem Wetter hin und wieder sparsam gegossen werden. Wann das erforderlich ist, lässt sich am Gewicht der Töpfe feststellen – je trockener sie sind, desto leichter sind sie.

Salvia lavandulifolia – Spanischer Salbei, Lavendel-Salbei, Lavendelblättriger Salbei

Wuchshöhe: 30-60 cm
Blütenfarbe: hell blauviolett
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig-halbschattig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis: Heil- und Gewürzpflanze

Salvia officinalis – Echter Salbei, Apotheker-Salbei

Wir kennen ihn alle, den Echten oder Apotheker-Salbei; das ist der in den Hals­bonbons. Doch nicht nur als Heilpflanze ist dieser Halbstrauch eine Wohltat, sondern auch im Garten für das Auge und in der Küche für den Gaumen.

Im Garten entwickelt sich der (Halb-)Strauch zu einer stattlichen, kompakten Pflanze mit einer attraktiven Blatt- und Blütenfarbe. Dieses silbrige Grau der Blätter und das kräftige Violettblau der Blüten laden so richtig zum Kombinieren mit anderen Pflanzen ein. Dazu genügt sogar ein großer Pflanztopf oder ein (nicht zu schmaler) Balkonkasten. Einzig im Winter unterscheidet sich die Topfkultur von der im Garten, da sollte bei frostfreiem Wetter dann doch hin und wieder ein bisschen gegossen werden. Ein Einpacken der Pflanzen vor dem Winter ist allerdings in der Regel unnötig.

Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea)

Salvia officinalis stammt ursprünglich aus der Region des ehemaligen Jugoslawiens (Slowenien, Kroatien, Mazedonien) und ist mittlerweile in einigen (süd-)europäischen Staaten eingebürgert. Deutschlandweit gilt sie als unbeständiger Neophyt, in Bayern zwar als sehr seltener, dennoch als eingebürgerter (Stand Januar 2025). Den Baum-Weißling und die Gammaeule wird's freuen, denn für Ersteren ist Salvia officinalis eine begehrte Nektarpflanze, Letzterer dient er als Raupen-Futterpflanze. Als ihnen genehmer Pollenlieferant zur Versorgung des Nachwuchses (Larven), kann es zudem für die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) sowie die Blattschneider-Biene Megachile ligniseca nie genug Apotheker-Salbei geben (mehr zu diesem Thema unter Wildbienen im Stauden-Garten).

Salvia officinalis – Echter Salbei, Apotheker-Salbei Für den sofortigen Gebrauch können die Blätter dieses immergrünen Sträuchleins praktisch rund ums Jahr (außer bei Frost) gezupft werden. Für die Vorratshaltung schneidet man ganze Zweige während der Wachstumsphase bis spätestens Ende August und verpasst dem Salbei dabei gleich einen Formschnitt. Salvia officinalis also nicht wie Stauden einfach bodennah absäbeln! Ende Juli ist für diesen Schnitt die ideale Zeit, damit wir (und die Insekten) die Blüte vorher noch genießen können.

Die geschnittenen Triebe legt man locker nebeneinander in einem Karton zum Trocknen aus, der dunkel und kühl gelagert wird. Die getrockneten Zweiglein bewahrt man anschließend in einer Blechdose auf (auch Papiertüten oder Stoffsäckchen). Gerebelt, also (grob) zerkleinert werden die Blättchen erst, bevor man sie braucht. Anwendungsgebiete: Entzündungen im Mund und Rachen (Extrakt zum Spülen und Gurgeln), Husten und Verdauungsbeschwerden (Tee zur innerlichen Anwendung).

Apotheker-Salbei als Küchenkraut

Sehr häufig wird man – vorzugsweise frischen – Salbei in der Küche wohl nicht verwenden, zum einen weil er doch ein sehr kräftiges, bestimmendes Aroma hat, das man mögen muss, zum anderen, weil zu viel Salbei nicht eben gesund ist (der Hauptinhaltsstoff "Thujon" ist in hoher Dosis giftig). In kleinen Dosen und nicht regelmäßig verwendet, lassen sich mit Salbei aber fantastische Gerichte zaubern, denken Sie nur an die italienischen Kalbsschnitzelchen (Saltimbocca alla Romana) oder gebratene Kalbsleber mit Salbei.

Wenn Sie Knoblauch und Geflügel mögen, probieren Sie dieses Rezept:

Zutaten:
Zubereitung:

Schälen Sie die Knoblauchzehen und schneiden Sie sie in Stifte. Die Salbeiblätter sollten gewaschen und nach dem Trockentupfen entstielt sowie je nach Größe der Blätter in Streifen geschnitten werden (kleine kann man ganz verwenden; bei größeren sollte die harte Mittelrippe herausgeschnitten werden).

Das Hähnchen wird gewaschen, trockengetupft und dann mit einem spitzen Messer übers ganze Hähnchen verteilt durch die Haut ins Fleisch eingeschnitten (Anzahl der Knoblauchstifte = Anzahl der Schnitte). In die Einschnitte schieben Sie jeweils einen Knoblauchstift, der von einem Salbeiblatt oder ‑streifen längs umhüllt ist. Dieses Prozedere ist natürlich nicht nur mit ganzen Hühnchen oder Hähnchen möglich, sondern auch mit Hühnchenteilen (wichtig ist, dass am Fleisch noch die Haut ist, denn die sollte über die mit Salbei und Knoblauch gefüllten Einschnitte gezogen werden).

Nun nur noch salzen und pfeffern, wie ein normales Hähnchen braten oder grillen und mit einem frischen Salat und Weißbrot oder Kartoffelsalat servieren.

Salvia officinalis – Echter oder Apotheker-Salbei

Wuchshöhe: 50-105 cm
Blütenfarbe: violettblau
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: Heil- und Gewürzpflanze; Pollenquelle für Wildbienen

Salvia officinalis 'Albiflora' – Echter Salbei, Apotheker-Salbei
auch: Salvia officinalis f albiflora

Sie haben schon genügend Violetttöne im Garten und wollen trotzdem nicht auf Salbei verzichten? Inzwischen gibt es eine weiße Form von Salvia officinalis mit ähnlichen Inhalts- und Wirkstoffen.

Salvia officinalis 'Albiflora' – Echter Salbei, Apotheker-Salbei

Wuchshöhe: 40-70 cm
Blütenfarbe: weiß
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung: Dachbegrünung
Hinweis: wertvolle Wildstaude; Heil- und Gewürzpflanze; Pollenquelle für Wildbienen

Salvia officinalis 'Tricolor' – Dreifarbiger Garten-Salbei

Salvia officinalis 'Tricolor' (Dreifarbiger Garten-Salbei), Aster amellus (Berg-Aster)
Harmonieren ganz gut: Salvia officinalis 'Tricolor' (Dreifarbiger Garten-Salbei), Aster amellus (Berg Aster)

Als Pflanzen für sonnige, felssteppenartige Lebensräume sind zwar alle Salvia officinalis auf trockene, durchlässige Böden angewiesen, so streng wie die Sorte 'Tricolor' sehen das die anderen Sorten aber nicht. Der Dreifarbige Garten-Salbei nimmt es ganz genau und ist bei uns in Deutschland an und für sich nicht überall völlig winterhart. Im Steingarten (ohne Winterstaunässe) hat er sich bei mir aber trotzdem einige Jahre lang prächtig entwickelt.

Passen nicht recht zusammen: Salvia officinalis 'Tricolor' (Dreifarbiger Garten-Salbei) und Linum flavum 'Compactum' (Gelber Lein)
Passen nicht recht zusammen: Salvia officinalis 'Tricolor' (Dreifarbiger Garten-Salbei) und Linum flavum 'Compactum' (Gelber Lein)

Mit ihrem farbenfrohen Laub (ein Mix aus grün, weiß und graugrün, im Austrieb intensiv violett und rosa überzogen) ist die Sorte 'Tricolor' nicht ganz einfach zu benachbarn. Es erfordert etwas Fingerspitzengefühl, farblich (Blüten und Laub) passende Stauden zu finden. Wir haben es mal mit Aster amellus und Nassella tenuissima probiert. Rosa blühende Stauden wären vielleicht noch schicker. Ein Fehlgriff war jedenfalls die Kombination mit Linum flavum 'Compactum' (Gelber Lein).

Salvia officinalis 'Tricolor' – Dreifarbiger Garten-Salbei

Wuchshöhe: 30 cm
Blütenfarbe: violettblau
Blütezeit: Juni, Juli, August
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis: Liebhaberstaude; bedingt winterhart; Pollenquelle für Wildbienen

Salvia sclarea – Muskateller-Salbei

Was aus der Ferne den Ein­druck vermittelt, Salvia sclarea hätte riesige Blüten, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Hochblätter, die die eigentlichen Blüten flankieren. Wie auch immer, der Muskateller-Salbei ist zweifel­los eine imposante Erscheinung, zumal die ganze Pflanze weit über einen Meter hoch werden kann. Zu diesem stattlichen Wuchs passen die großen, grünen, irgendwie samtigen Blätter ganz prima. Das aromatische Laub sowie die Blütenstände des Muskateller-Salbeis wurden in Frankreich früher zum Aromatisieren von Wein verwendet, um ihm (dem Wein) die begehrte intensive Muskatellernote zu geben.

Salvia sclarea – Muskateller-Salbei
Salvia sclarea – Muskateller-Salbei

Mit dem zarten Rosa bis Violett (oft mit hohem Weiß­anteil) seiner Blüten- und Hochblätter lässt sich der Muskateller-Salbei im Garten vielfältig einsetzen und kombinieren, etwa mit hohen Glockenblumen (Campanula) oder früh blühenden, höheren Gräsern. Salvia sclarea ist allerdings nur zweijährig, das bedeutet, gewollte Pflanzenkombinationen genießt man voraussichtlich nur eine Gartensaison. Durch Selbstaussaat bleibt sie dem Garten zwar in der Regel ein Weilchen erhalten, an welchem Platz jedoch, das müssen wir ihr überlassen. Einen vollsonnigen, trockenen Standort – wie eigentlich gewünscht – sucht sie sich dabei jedenfalls nicht immer aus, so viel sei gesagt.

Der Muskateller-Salbei ist nicht bloß eine Bienenweide, wie man so schön sagt, wenn sich viele Insekten auf einer Pflanze tummeln. Sein Pollen dient der Blauschwarzen Holzbiene (Xylocopa violacea) und der Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) auch als Larven-Proviant in den Nestern. Es schadet deshalb nichts, ein paar mehr Sämlinge von diesem Salbei stehen zu lassen, als der Garten eigentlich bräuchte. Wissenswertes über Wildbienen erfahren Sie auf Wildbienen im Stauden-Garten.

Für die Gartenkultur spielen hauptsächlich Sorten eine Rolle: 'Vatican Pink' und 'Vatican White' haben im Vergleich zur Art sehr viel größere und auffälligere Hochblätter, das macht sie so attraktiv. Beide Sorten werden häufig als Salvia sclarea var. turkestanica (var. = Varietät) angeboten, doch diese botanische Bezeichnung ist veraltet. Nach neueren Erkenntnissen heißt die Varietät turkestaniana, es ist allerdings noch nicht abschließend geklärt, ob es diese Varietät überhaupt gibt und ob diese Bezeichnung nicht bloß ein Synonym für die Art, Salvia sclarea, ist. Hier sind deshalb nur die Sortennamen angegeben, jedoch keine Varietät.

Für die Verwendung als Heilpflanze wiederum ist es unerheblich, welchen Muskateller-Salbei man im Garten hat und nutzt. Verwendet werden bei ihm in erster Linie die Blütenstände zur Vollblüte, die geschnitten (ein Stück unterhalb der Blütenstände), gebündelt und kopfunter zum Trocknen aufgehängt oder locker in einen Karton gelegt werden. Dunkel und kühl trocknen und anschließend in einem Gefäß mit Deckel (aus Glas oder Porzellan) dunkel lagern. Salvia sclarea regt bei innerlicher Anwendung als Tee Appetit und Verdauung an und hilft gegen Husten; als Extrakt zum Spülen hilft sie bei entzündetem Zahnfleisch.

Salvia sclarea – Muskateller-Salbei

Wuchshöhe: 80-170 cm
Blütenfarbe: weiß-rosa/hellviolett
Blütezeit: Juni, Juli
Lichtverhältnisse: sonnig
Bodenverhältnisse: trocken
Verwendung:
Hinweis: zweijährige Heil- und Gewürz­pflanze; Pollen­pflanze für Wildbienen

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